Eigentlich hatte ich im Vorfeld geplant, schon in Kongshelleren einen Pausentag einzulegen, aber irgendwie hatte es mit dem Wetter und allem drumherum nicht wirklich gepasst. Ein Tag frei zum Einkaufen und Wäschewaschen war wirklich überfällig und so begann dieser Pausentag, wie auch alle im letzten Jahr - mit einer Tour zum Supermarkt. Pizza, Joghurt, Kartoffeln, Krabbensalat, Pfirsiche, Milch und Brot (zusammen billiger, als nur ein Brot) ... und Schokolinsen, aber dazu später mehr.
Das alles schleppte ich wieder auf den Campingplatz. An Pausentagen kaufe ich immer viel mehr, als ich essen kann. Aber diesmal war das nicht so schlimm, weil ich mich auf Grund des Wetters entschied, zwei Tage auf dem Campingplatz zu bleiben. Es war starker Regen über die Nacht und den gesamten zweiten Tag angesagt und ich hatte noch gut im Hinterkopf, wie es ist, in kleinen Bächen auf das Fjell hinauf zu steigen. Und auch Blockklettern im Regen ist spaßbefreit und nicht ungefährlich. Die Situation wie vor der Sulebu brauchte ich kein zweites Mal.
Am ersten Tag konnte ich noch schick am See sitzen. Der zweite Tag war dann eher zäh. Es regnete und die einzige Möglichkeit, nicht die ganze Zeit im Zelt zu liegen, war in der Küche zu sitzen. Die hatte einen sehr schönen Aufenthaltraum mit Strom, WLAN und überhaupt allem, was man braucht. Man konnte den Fluss beobachten, der aus den Bergen kam und hinter der Küche entlang floss. Er stieg über den ganzen Tag bestimmt mehr als 10 cm an. Ich war sehr froh, dass ich heute nicht losgegangen war und machte mir wirklich Sorgen über die Bulgaren, die warscheinlich gerade in der Nähe der Bjordalsbu im Geröllfeld unterwegs waren.
In der Küche waren leider auch eine große Menge sehr mitteilungsbedürftiger Niederländer. Habt Ihr schon mal versucht, einen Blogartikel zu schreiben, während nebenan mehrere Leute lauthals "What shall we do with the drunken sailor" singen? Glücklicherweise gab es auch bis zu meinem Zelt noch WLAN, so dass ich mich wieder in mein kleines Heim verzog, welches neben den Glampingzelten und Riesenwohnwagen schon fast verschwand.

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